Das Extranet der FFJDA ist die Plattform, auf der alle Vorgänge im Zusammenhang mit den Graden der lizenzierten Judokas ablaufen: Anmeldungen zu Prüfungen, Verfolgung der Ergebnisse, Anerkennung der Gürtel. Für einen Vereinsleiter oder einen Lehrer ist es wichtig, dieses Portal zu beherrschen, um das Vergessen von Unterlagen, Bearbeitungsfristen und Hin- und Herreisen mit der regionalen Liga zu vermeiden.
Rolle des Vereinspräsidenten und des Lehrers bei der Validierung der Grade
Die Bundesvorschriften 2026/2027 präzisieren, dass die Validierung der Anmeldungen zu den Prüfungen der Grade in der Verantwortung des Vereinspräsidenten und des Lehrers liegt. Diese formalisierte Verantwortung bedeutet, dass keine Anmeldung im Extranet ohne die Genehmigung dieser beiden Akteure erfolgen kann.
In der Praxis bestätigt der Präsident die administrative Eignung des Judokas (aktuelle Lizenz, keine disziplinarischen Sanktionen), während der Lehrer das technische Niveau bescheinigt. Das Extranet macht diese doppelte Überprüfung durch ein zweistufiges Validierungssystem sichtbar, das im Modul „Grade“ des Vereinsbereichs zu finden ist.
Ein Verein, der die Grade im Extranet FFJDA reibungslos verwalten möchte, sollte einen internen Zeitplan festlegen: Der Lehrer bereitet die Liste der Kandidaten vor, der Präsident genehmigt das Paket vor der Anmeldeschlussfrist, die von der CORG festgelegt wurde.

Anmeldungen zu Dan-Prüfungen im Extranet FFJDA
Seit der Überarbeitung des Extranets erfolgen die Anmeldungen zu den Prüfungen der Grade ausschließlich online. Der Versand per Post oder das Einreichen eines Papierformulars an die Liga wird für Dan-Kandidaten nicht mehr akzeptiert.
Voraussetzungen zur Überprüfung vor der Anmeldung
Bevor das Anmeldemodul geöffnet wird, sollten drei Punkte systematisch überprüft werden:
- Der Sportpass des Judokas muss im Extranet ausgefüllt und aktuell sein, mit der korrekt erfassten Historie der vorherigen Gürtel.
- Die Lizenz der laufenden Saison muss aktiv sein. Eine Lizenz, die auf die Zahlung wartet, blockiert die Anmeldung auf Serverseite ohne eine explizite Fehlermeldung.
- Die Wettkampfpunkte (für die Grade, die vom UV-System betroffen sind) müssen im Bericht des Kandidaten erscheinen. Wenn Ergebnisse fehlen, erfolgt die Korrekturanfrage über die CORG, nicht über den Verein.
Diese Überprüfungen dauern einige Minuten pro Kandidat. Sie im Voraus durchzuführen, anstatt am Tag der Frist, beseitigt die meisten technischen Blockaden, mit denen die Vereine konfrontiert sind.
Ablauf der Eingabe
Die Schnittstelle verlangt, dass der Kandidat aus der Liste der lizenzierten Mitglieder des Vereins ausgewählt wird, gefolgt von der Auswahl des angestrebten Grades und der gewünschten Prüfungssitzung. Das System zeigt dann eine Zusammenfassung mit möglichen Warnungen an (fehlendes Dokument, Frist zwischen zwei Graden nicht eingehalten).
Die Validierung der Anmeldung generiert eine Empfangsbestätigung, die im Verlauf des Vereins einsehbar ist. Diese Bestätigung dient als Nachweis im Falle eines Streits über die Berücksichtigung eines Dossiers.
Ergebnisse der Grade und Rolle der CORG im Extranet
Die regionalen Gradkommissionen (CORG) spielen eine zentrale Rolle in der digitalen Kette. Laut der Regelung 2026/2027 werden die Ergebnisse der Prüfungen direkt von den CORG im Extranet eingegeben und dann im Gradbuch des Judokas vermerkt.
Der Verein muss die Ergebnisse einer Dan-Prüfung also nicht selbst erfassen. Es obliegt jedoch dem Verein, zu überprüfen, dass die Ergebnisse in den Wochen nach der Sitzung korrekt auf dem Lizenzblatt erscheinen. Eine fehlende Aktualisierung nach einer angemessenen Frist rechtfertigt eine Meldung an die zuständige CORG.
Diese Zentralisierung macht das Extranet zum einzigen Referenzdokument für die föderale Nachverfolgbarkeit der Grade. Der Papierpass bleibt ein offizielles Dokument, aber die digitale Datenlage hat im Falle von Abweichungen Gültigkeit.

Anerkennung ausländischer Grade und JJB-Grade über das Extranet
Die Vereine heißen regelmäßig Judokas willkommen, die im Ausland ausgebildet wurden, oder Praktizierende des brasilianischen Jiu-Jitsu (JJB), deren Grad von der Föderation anerkannt werden muss. Das Verfahren erfolgt über standardisierte Formulare, die im PDF-Format auf der Website der Föderation verfügbar sind.
Das ausgefüllte Dossier wird digital an eine spezielle Adresse der FFJDA gesendet. Der Verein kann den Fortschritt der Anfrage im Extranet verfolgen, sobald das Dossier auf föderaler Seite registriert ist. Für die Leistungen des 5. und 6. Dan gibt es spezifische Formulare mit zusätzlichen Nachweisdokumenten (technisches Memo, Ausbildungsbescheinigung).
Häufige Fehler bei den Anerkennungsdossiers
Die häufigste Ablehnungsursache betrifft nicht übersetzte Dokumente oder unleserliche Kopien von Diplomen. Die zweite Ursache ist das Senden des Dossiers an die falsche Adresse (regionale Liga statt des zuständigen Bundesdienstes). Die Überprüfung des genauen Empfängers auf der Seite „Regelungen und Verfahren“ der Website der Föderation vor dem Versand vermeidet eine mehrwöchige Rücksendung.
Ein Verein, der mehrere Anerkennungsfälle pro Saison verwaltet, sollte ein internes Nachverfolgungstool führen, das das Versanddatum, die betroffene Lizenznummer und den von der Föderation zurückgegebenen Status enthält. Das Extranet bietet derzeit noch kein spezielles Dashboard für diese spezifischen Anfragen an.
Die Verwaltung der Grade im Extranet FFJDA basiert auf einer klaren Verteilung der Verantwortlichkeiten zwischen Verein, Lehrer und CORG. Die ausschließlich digitalen Anmeldungen, die zentralisierte Eingabe der Ergebnisse und die standardisierten Formulare für besondere Fälle bilden einen kohärenten administrativen Ablauf. Der Hauptpunkt der Aufmerksamkeit bleibt die vorherige Überprüfung der Voraussetzungen jedes Kandidaten, die die Fluidität des gesamten Prozesses bestimmt.



